„Public Viewing“ bei der Stadt beantragen
Das Ordnungsamt der Stadt Weinheim rechnet bei der Fußball-Weltmeisterschaft in diesem Jahr mit deutlich weniger Public Viewing-Veranstaltungen als in den Vorjahren. Der Grund sind die weitgehend nächtlichen Übertragungszeiten wegen der Zeitverschiebung gegenüber den Austragungsorten in Kanada, USA oder Mexiko. Dennoch weist das Ordnungsamt darauf hin, dass Public Viewing-Veranstaltungen unbedingt bei der Stadt beantragt werden müssen.
Zwar hat die Bundesregierung eine Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft beschlossen. Diese Regelung schafft jedoch keinen Automatismus, dass Public-Viewing-Events zulässig sind, da die kommunalen Verwaltungsbehörden Betriebszeiten standortbezogen nach Ermessen festlegen können. Dabei wichtig zu wissen, betont Holger Reichl von der Gewerbeabteilung im Bürger- und Ordnungsamt: Alle Spiele, die um 6 Uhr angepfiffen werden und vor 22 Uhr beendet sind, müssen nicht angezeigt oder genehmigt werden. Und grundsätzlich definiere sich „Public Viewing“ durch die öffentliche Übertragung unter freiem Himmel. Ein „Public Viewing“, das über 22 Uhr hinausgeht, muss beantragt und genehmigt werden.
TV-Übertragung in geschlossenen Räumen im familiären oder privaten Umfeld müssen ebenso nicht beantragt werden. Innerhalb von Gaststätten dürfen öffentliche TV-Übertragungen auch nur maximal bis zu Beginn der gesetzlichen Sperrzeit gezeigt werden. Das ist unter der Woche bis 3 Uhr, an den Wochenenden bis 5 Uhr.
Über die Mailadresse gewerbeabteilung@weinheim.de sollten Anträge auf Sperrzeitverkürzung oder auf Public Viewing bestenfalls spätestens fünf Tage vor Spielbeginn eingereicht werden. Rückfragen können unter Telefon 06201/82-231 oder -323 gestellt werden.
Anträge können formlos gestellt werden; folgende Informationen sollten jedoch möglichst vorliegen: Veranstaltungsstätte sowie maximale Zuschauerkapazität, Verantwortlicher Veranstalter, Angabe zu den Spielbegegnungen sowie zur Akkreditierung und zum Sicherheitskonzept.
Holger Reichls Appell: „Die Fußballübertragungen funktionieren nur mit gegenseitiger Akzeptanz. Die Stadt Weinheim bittet alle Bürgerinnen und Bürger während der Weltmeisterschaft um gegenseitige Rücksichtnahme. Vorübergehender Lärm rund um die Spiele lässt sich dabei nicht immer vermeiden. Mit Verständnis auf beiden Seiten sollen gemeinsames Fußballschauen und ein gutes Miteinander möglich bleiben.
